Elisabeth-Aue e.V.

Rettet die Felder der Elisabeth-Aue

CDU spricht sich nun auch auf Landesebene gegen die Bebauung der Elisabeth-Aue aus

Die Position der CDU auf Landesebene hat sich nach dem Debakel um den Blankenburger Süden geändert: Auch die CDU im Abgeordnetenhaus ist nun wie auch die CDU auf Bezirksebene gegen die Bebauung. Und das zu Recht!

Ja, Berlin braucht bezahlbaren Wohnraum und Wohnräume, die lebenswert sind und gut in die Infrastruktur integriert werden können. Aber genau das ist die Elisabeth-Aue nicht:

  • Kosten: Altlastenproblem und damit nicht kalkulierbare Baukosten, d.h. kein bezahlbarer Wohnraum
  • Verkehr: Keine vernünftige Infrastrukturanbindung ohne massiven und damit teuren Eingriff möglich
  • Unlebenswert: Durch die Massivität der Bebauung entsteht ein Ghetto statt einer Gartenstadt
  • Umwelt: Zerstörung der Kaltluftschneise nach Pankow und damit Erhitzung der Innenstadt

(Die Begründung im Detail)

In einem Beitrag des RBB vom 26.04.2018 wurde Michael Nelken (Die LINKE) und Dirk Stettner (CDU) zur Bebauung der Elisabeth-Aue befragt. Siehe ab 13:00 —> http://mediathek.rbb-online.de/tv/Heute-im-Parlament/Heute-im-Parlament/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=9951424&documentId=51961828
Das Interview zeigt die tendenziöse und voreingenommene Berichterstatung des RBB: Journalistische Unvoreingenommenheit sieht anders aus. Wir freuen uns, dass sowohl Dirk Stettner als auch Michael Nelken hier klar Position beziehen.

Auch in einer Rede des Abgeordnetenhauses hat Dirk Stettner eindeutig Position bezogen: https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/5d/90/5d90edbf-fc28-4a57-bb45-492197ce105b/E04E6CE7-97CC-42FA-8340-C94C6D0DFDEC_513k.mp4

Auf Nachfrage wurde dies von Dirk Stettner über Facebook bestätigt:

 

 

Antwort der Linksfraktion auf unseren offenen Brief vom 24.01.2018

Am 24.01.2018 haben wir in einem offenen Brief die Fraktionen der Partei DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen der Bezirksverordnetenversammlung zu Pankow zu Ihrem Abstimmungsverhalten zur Elisabeth-Aue befragt.

Am 04.02.2018 bereits hat die Linksfraktion auf unseren Brief geantwortet, den wir nachfolgend veröffentlichen dürfen. Für die Antwort und das damit verbundene Interesse bedanken wir uns an dieser Stelle. Im Gegensatz dazu hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unseren Brief bis dato (13.03.2018) nicht beantwortet. Dies ist auch der Grund, warum die Antwort der Linksfraktion Pankow bislang unsererseits nicht veröffentlicht wurde, da wir dies in einem Beitrag zusammenfassen wollten.

 


Antwort der Linksfraktion Pankow vom 04.02.2018 ( per E-Mail)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben sich jüngst mit einem Offenen Brief an die Linksfraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow gewandt, den ich hiermit im Namen der Linksfraktion beantworte.

Sie beschreiben völlig richtig, dass in Koalitionsvereinbarung ein Kompromiss für die Zukunft der Elisabethaue formuliert wird: „Das Potenzialgebiet Elisabethaue wird zur Bebauung in dieser Legislaturperiode nicht weiter verfolgt.“

Ziel Ihres Vereins ist es, „die Flächen der Elisabeth-Aue zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Interesse aller Bürger größtmöglich zu erhalten.“

DIE LINKE. Pankow hat in ihrem Wahlprogramm konstatiert, dass „stadtklimatische und ökologische Belange des Bezirks und der Stadt“ bei geplanten Wohnungsbauvorhaben in Pankow nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dafür setzen wir uns ein und unterstützen auch Sie als „Bürger*innen, die sich im Interesse nachhaltig guter Wohn- und Lebensverhältnisse mit diesen Vorhaben kritisch auseinandersetzen“ (Wahlprogramm DIE LINKE. Pankow, 2016). Wir schätzen Ihren Einsatz und danken Ihnen für die wichtigen Beiträge zur Beurteilung der Aspekte des Natur- und Umweltschutzes im Zusammenhang mit der Elisabethaue.

Auf der Landesebene wurde der beschriebene Kompromiss gefunden, zu dem wir uns auch auf der bezirklichen Ebene im Rahmen der Zusammenarbeit mit der SPD und den Grünen verpflichtet fühlen. Wir finden es bedenklich, wenn sich Parteien im Abgeordnetenhaus mit der Forderungen der Bebauung der Elisabethaue hervortun und im Bezirk Pankow das Gegenteil fordern, denn sie tun dies offensichtlich nicht aus politischen, inhaltlichen Gründen.

Die in Ihrem Offenen Brief erwähnten Anträge haben zum Ziel, den Status der Elisabethaue zu ändern und langfristig festschreiben. Das kann aus guten Gründen ein erstrebenswertes Ziel für die Zukunft der Elisabethaue sein, bedeutet aber eine Festlegung, die über diese Vereinbarungen hinausgehen würden. Im Sinne des Moratoriums wäre das nicht und deshalb sind nach unserer Auffassung solche Anträge in dieser Legislaturperiode abzulehnen, da sie dem Geiste eines Moratoriums widersprechen.

Im Verfahren der Behandlung von Drucksachen, die im Stadtentwicklungsausschuss noch ansteht, hoffen wir im Rahmen der Pankower Zählgemeinschaft auf eine gute Einigung.

Ein Kompromiss ist von Natur aus, ob im „normalen Leben“ oder in der Politik eine Festlegung, über die keine Seite vollständig zufrieden sein kann. Wir halten Verlässlichkeit für eine wichtige Voraussetzung für Zusammenarbeit – ob mit Ihnen oder den Partner-Fraktionen in der BVV Pankow. Wir hoffen sehr, dass wir mit Ihnen weiter im Gespräch über die Zukunft der Elisabethaue bleiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias Zarbock

Fraktionsvorsitzender Linksfraktion Pankow

ACHTUNG: Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlage zur Elisabeth-Aue am 20.02.2018

Die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünlagen

am Dienstag, 20.02.2018
um 19:30 Uhr
im Haus 6, Raum 227, Bezirksamt Pankow von Berlin, 10405 Berlin, Fröbelstraße 17

behandelt die Drucksachen:

  • 3.1 Landschaftsschutz für die Felder der Elisabeth-Aue Drucksache: VIII-0212
  • 3.2 Landschaftsschutz für die Felder der Elisabeth-Aue Drucksache: VIII-0229
  • 3.3 Unterschutzstellung der Elisabethaue ermöglichen Drucksache: VIII-0299
  • 3.4 Entwicklung der Elisabethaue Drucksache: VIII-0320

Bitte erscheint zahlreich und beeindruckt den Ausschuss mit Eurer Anwesenheit!

Die komplette Einladung im Wortlaut findet Ihr hier.

Offener Brief an die Fraktionen der Partei DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen

Sehr geehrte Damen und Herren der Fraktionen,

  • DIE LINKE
  • Bündnis 90/DIE GRÜNEN

der Bezirksverordnetenversammlung zu Pankow:

Wir als Verein Elisabeth-Aue e.V. haben uns zum Ziel gesetzt, die Flächen der Elisabeth-Aue zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Interesse aller Bürger größtmöglich zu erhalten. Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen des rot-rot-grünen Senats im November 2016 haben wir erleichtert zur Kenntnis genommen, das auf Senatsebene die Bebauung der Elisabeth-Aue in den nächsten 5 Jahren ruhen wird.  Diese Zeit wollen wir nutzen, Alternativen einer Bebauung aufzuzeigen.

Um so erstaunter sind wir, dass sowohl die Fraktion DIE LINKE als auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Anträge in der BVV

nicht mitgetragen haben. Die namentliche Abstimmung dazu finden Sie hier.

Sowohl Bausenatorin Lompscher hat in der Berliner Morgenpost zuletzt im Oktober 2017 das Festhalten einer Nichtbebauung bekräftigt. Ebenso gibt es keinerlei Hinweise seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, dass von diesem Ziel abgewichen würde.

Daher sind wir gleichsam irritiert und verwundert, warum Sie, die Parteien, auf Bezirksebene diesem Ziel entgegenstehen.

Über eine Antwort Ihrerseits freuen wir uns und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth-Aue e.V.

 

Gutachten zur Elisabeth-Aue veröffentlicht

Wir als Verein haben eine Anfrage über FragDenStaat nach geltendem Informationsrecht gestellt und eine Antwort bekommen: Die Gutachten des Senats, die im Rahmen des ISEKs erstellt wurden, sind veröffentlicht worden!

Hier der Link:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/de/download.shtml

 

Die Pappeln an der Aue – ein schützenswerter Bereich

Entlang der Pappeln auf Höhe der Buswendeschleife Blankenfelder Str. 115 endet die Elisabeth-Aue und beginnt der Karlsgarten.  Dort hat sich seit Jahren ein schmaler Feldweg  herausgebildet, der für einige private Anleger als Zufahrt genutzt wird, da sie von der Blankenfelder Str. keine Möglichkeit haben, um mit ihrem PKW auf ihr Grundstück zu gelangen. Dieser Weg, der von der Rosenthaler Str. beginnt und sogar mit einem Straßenschild benannt ist, jedoch offiziell  nicht bestätigt ist, hat den schönen Namen: Blaubeerweg.

Mit Sicherheit ist dieser Weg am Zipfel des Karlsgartens  lt. Katasteramt kein Straßenland. Es ist Ackerland, auch Grünfläche genannt. Früher nutzten ein Teil des  Feldweges auch die Feldarbeiter, um mit ihren Mähdreschern und Traktoren auf das Feld zu gelangen. Dieser Zufahrtsweg zwischen den Pappeln  ist nun versperrt, da auf diesem Teilgrundstück Unterkünfte für Geflüchtete Platz gefunden haben, die eine Durchfahrt haben überflüssig werden lassen. Schön für die Pappeln und für das kleine Biotop rund herum.

Die Anwohner haben diesen Teil um die Pappeln herum gepflegt, Büsche beschnitten, alte Baumstämme ausgelegt und ewigen Müll aufgesammelt, damit nicht nur Spaziergänger Freude daran haben, sondern auch die kriechende und fliegende Tierwelt. Gerade jetzt im Frühjahr ist es so wichtig ihnen Raum zu geben und zu lassen und der Fauna das Wachsen zu ermöglichen.

Umso schlimmer war es, dass seit einiger Zeit vierrädrige Ungeheuer sich ausgebreitet haben. Sie stellten sich zwischen und entlang  der Pappeln, zermalmten den Boden und nahmen den Pappeln die Luft zum Atmen. Das kleine Grün wurde niedergewalzt und kein Vogel hatte Lust dort heimisch zu werden. Die Polizei ist nicht zuständig, da es kein Straßenland ist, sondern dem Land Berlin gehört. Einen Zuständigen für eine kleine zu rettende Oase zu finden, ist wohl ebenso schwer wie die berühmte Nadel im Heuhaufen zu erspähen. Daher hat ein Mitglied der Elisabeth-Aue Hand angelegt und kurzum den schützenswerten Bereich mit schmalen Holzpflöcken und Signalband abgesperrt. Und siehe da, es wurde von den Monstern akzeptiert, aber auch nur bis zum Ende der Absperrung, welch ein Witz,  siehe Bilder.

Ideenwettbewerb – Grün statt grau!

Das Ziel des Vereins ist die Erstellung eines ganzheitlichen Nutzungskonzeptes zum Erhalt der Flächen der Elisabeth-Aue.  Nachdem im November 2016 im Rahmen der Koalitionsverhandlungen beschlossen wurde, die Bebauung der Elisabeth-Aue innerhalb der Legislaturperiode nicht weiterzuverfolgen, arbeitet der Verein nun am Gegenenwurf zu einer Bebauung:  Grün statt grau!

  • Pankow hat in den letzten 4 Jahren einen Bevölkerungszuwachs von 40.000 Menschen erfahren
  • Der botanische Volkspark ist direkt gegenüber
  • Die Kaltluftschneise muss erhalten bleiben

Die Fläche ist daher prädestiniert als Naherholungsgebiet mit landwirtschaftlicher Nutzung.

Dazu rufen wir einen Ideenwettbewerb aus – Grün statt grau – Ihr seid gefragt!

Die Aufgabenstellung: Wie könnte eine gemeinnützige Verwendung bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung aussehen?

Dazu haben  wir eine Malvorlage erstellt, in der Ihr Eure Ideen einzeichnen könnt. Alle Ideen werden berücksichtigt (außer als Gartenstädte getarnte Betonburgen) und von uns bewertet. Die schönsten Ideen werden auf der Internetseite veröffentlicht und fließen in das Nutzungskonzept mit ein.

Sendet Eure Ideen an info@elisabeth-aue.de oder per Post an Elisabeth-Aue e.V., Hautptstr. 56, 13159 Berlin.

Anregungen:

  • Landwirtschaftliche Fläche
    • Ackerbau
    • Viehzucht, z.B. Schafherden
    • Streuobstwiesen
  • Naherholung
    • Spazierwege
    • Grillplatz
    • Spielplatz
  • Urbaner Gartenbau

Pressemitteilung zum Abschluß der Rot-Rot-Grünen Koalitionsverhandlungen

Wir, der Elisabeth-Aue e.V., nehmen den Abschluss der Koalitionsverhandlungen des Senats zu Berlin zum Anlass, uns bei den Parteien „Bündnis 90/ Die Grünen“ und „Die LINKE“ für die Einhaltung der Wahlversprechen, für deren Unterstützung und den Einsatz für die Elisabeth-Aue zu bedanken. Wir freuen uns sehr, dass die Pläne zur Bebauung der Felder um die Elisabeth-Aue in dieser Legislaturperiode nicht weiterverfolgt werden. Wir möchten uns an dieser Stelle aber auch für die Haltung der CDU bedanken, insbesondere der Pankower CDU, die einer massiven Bebauung eine klare Absage erteilt hatte.

Wir sind überaus glücklich, dass wir unserem  Ziel ein Stück näher gekommen sind: Gemäß unserer Satzung können wir uns jetzt einem dauerhaften Schutz der Flächen der Elisabeth-Aue widmen.  Wir werden ein Nutzungskonzept für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt erarbeiten. Natürlich werden wir so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich in diesen Prozess mit einbinden, um das nötige Wissen und die Sachkenntnis aller Beteiligten einfließen zu lassen. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der Elisabeth-Aue als Naherholungsgebiet und Naturhabitat aller Lebewesen.

Pressemitteilung als PDF

Koalitionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats: Bauvorhaben Elisabeth-Aue wird für die nächsten 5 Jahre nicht weiterverfolgt

Auf der laufenden Pressekonferenz zum Abschluß der Koaltionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats bestätigt sowohl Antje Kapek als auch Klaus Lederer, dass das Bauvorhaben Elisabeth-Aue während der Legislaturperiode (5 Jahre) nicht weiterverfolgt wird.

Stararchitekt Daniel Libeskind im Interview bei SPIEGEL ONLINE: „Baut höher, dann bleibt die Stadt bezahlbar“

Zitat aus SPIEGEL ONLINE vom 12.11.2016:

SPIEGEL ONLINE: Zurück zu Berlin: Was können Behörden und Gesetzgeber tun, damit die Stadt bezahlbar bleibt?

Libeskind: Höher bauen, zum Beispiel. Berlin war es gewohnt, sich einfach immer weiter auszubreiten, aber diese Stadt kann nicht einfach immer weiter wachsen und mehr und mehr von Brandenburg verschlingen. Gebraucht wird eine verdichtete Stadt. Eine verdichtete Stadt ist eine nachhaltige Stadt. Die Menschen können zur Arbeit laufen, der öffentliche Nahverkehr ist schnell. Berlin soll natürlich nicht New York werden. Aber es sollte definitiv höher gebaut werden als die bisher üblichen 22 Meter in der Innenstadt.

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