Elisabeth-Aue e.V.

Rettet die Felder der Elisabeth-Aue

Pressemitteilung zum Abschluß der Rot-Rot-Grünen Koalitionsverhandlungen

Wir, der Elisabeth-Aue e.V., nehmen den Abschluss der Koalitionsverhandlungen des Senats zu Berlin zum Anlass, uns bei den Parteien „Bündnis 90/ Die Grünen“ und „Die LINKE“ für die Einhaltung der Wahlversprechen, für deren Unterstützung und den Einsatz für die Elisabeth-Aue zu bedanken. Wir freuen uns sehr, dass die Pläne zur Bebauung der Felder um die Elisabeth-Aue in dieser Legislaturperiode nicht weiterverfolgt werden. Wir möchten uns an dieser Stelle aber auch für die Haltung der CDU bedanken, insbesondere der Pankower CDU, die einer massiven Bebauung eine klare Absage erteilt hatte.

Wir sind überaus glücklich, dass wir unserem  Ziel ein Stück näher gekommen sind: Gemäß unserer Satzung können wir uns jetzt einem dauerhaften Schutz der Flächen der Elisabeth-Aue widmen.  Wir werden ein Nutzungskonzept für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt erarbeiten. Natürlich werden wir so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich in diesen Prozess mit einbinden, um das nötige Wissen und die Sachkenntnis aller Beteiligten einfließen zu lassen. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der Elisabeth-Aue als Naherholungsgebiet und Naturhabitat aller Lebewesen.

Pressemitteilung als PDF

Koalitionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats: Bauvorhaben Elisabeth-Aue wird für die nächsten 5 Jahre nicht weiterverfolgt

Auf der laufenden Pressekonferenz zum Abschluß der Koaltionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats bestätigt sowohl Antje Kapek als auch Klaus Lederer, dass das Bauvorhaben Elisabeth-Aue während der Legislaturperiode (5 Jahre) nicht weiterverfolgt wird.

Stararchitekt Daniel Libeskind im Interview bei SPIEGEL ONLINE: „Baut höher, dann bleibt die Stadt bezahlbar“

Zitat aus SPIEGEL ONLINE vom 12.11.2016:

SPIEGEL ONLINE: Zurück zu Berlin: Was können Behörden und Gesetzgeber tun, damit die Stadt bezahlbar bleibt?

Libeskind: Höher bauen, zum Beispiel. Berlin war es gewohnt, sich einfach immer weiter auszubreiten, aber diese Stadt kann nicht einfach immer weiter wachsen und mehr und mehr von Brandenburg verschlingen. Gebraucht wird eine verdichtete Stadt. Eine verdichtete Stadt ist eine nachhaltige Stadt. Die Menschen können zur Arbeit laufen, der öffentliche Nahverkehr ist schnell. Berlin soll natürlich nicht New York werden. Aber es sollte definitiv höher gebaut werden als die bisher üblichen 22 Meter in der Innenstadt.

Berliner Mieterverein gegen die Bebauung der Elisabeth-Aue

Erst entdeckt man überraschenderweise einen Wohnungsbaustandort mitten in der Stadt und zum anderen sieht der Berliner Mieterverein eine Bebauung der Elisabeth Aue nicht für sinnvoll.   Hört selbst! AB MINUTE 3:30

 

RBB entdeckt Wohnungsbaupotential vor der eigenen Haustür

Wir haben stets auf die Wohnungsbaupotenziale im innerstädtischen Bereich hingewiesen. Nun wurde auch der RBB in der Ausgabe der Abendschau vom 11.11.2016 (ab 14:25) bei der Suche nach dem Potenzial für den innerstädtischen Wohnungsbau bereits nach 800m vor der eigenen Haustür fündig. Das Areal gehört der Bahn, die es verkaufen will und bietet Platz für rund 900 Wohnungen inkl. Grünanlage.

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Pressemitteilung: Stellungnahme zu den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen

Am gestrigen Tage fanden erneut Koalitionsverhandlungen der zukünftigen Partner SPD, Die Linke und Bündnis 90/ die Grünen statt. Zwar wurde zwischen den Verhandlungspartnern das Ziel von 55.000 neuen Wohnungen bis 2021 festgelegt, jedoch keine Einigung erzielt, welche Wohnungsneubaustandorte weiterverfolgt werden.Hierzu gehört auch die geplante Bebauung der Elisabeth-Aue.

Die Verhandlungen wurden auf die nächste Woche vertagt, was wir zum Anlass nehmen, noch einmal zu verdeutlichen, was eine Bebauung bedeuten würde: Die Vernichtung von Natur sowie eines der artenreichsten Vogelhabitate Europas2. Dazu haben wir auf unserer Internetseite www.elisabeth-aue.de5 aktuelles Bildmaterial zusammengestellt, um einen Eindruck zu vermitteln, was hier zerstört wird. Selbst auf den Feldern der Elisabeth-Aue befinden sich insgesamt 13 Arten die auf der Roten-Liste stehen.Diese Artenvielfalt auf den Feldern sowie um die Felder der Elisabeth-Aue2 müssen erhalten bleiben für eine lebenswerte und vielfältige, grüne Stadt Berlin.

Wir haben uns seit Beginn nicht dazu hinreißen lassen, uns das „Sankt-Florian-Prinzip“ unterstellen zu lassen und werden dies auch weiterhin nicht tun. Wir erlauben uns lediglich auf die verfehlte Baupolitik hinzuweisen, die zu übermäßiger Versieglung und ineffizienter Nutzung von Flächen innerhalb unser Stadt führt. Gerade Pankow weist ein Unmaß an Platzverschwendung mit Quadratkilometern von Discounter-Parkplätzen und eingeschossiger Bebauung auf. Die Studie Räumliche Potenziale für den Wohnungsbau in Berlin4 zeigt Kapazitäten und Möglichkeiten auf, der wachsenden Stadt gerecht zu werden, ohne Natur und Kulturlandschaft zu vernichten. In Anlehnung an diese Studie wollen wir anregen, sich dieser Potenziale anzunehmen, bevor wir Natur zerstören, was immer Ultima Ratio sein sollte.

Wir appellieren hiermit erneut an die Linke und Bündnis 90 / die Grünen, ihrem Wahlversprechen treu zu bleiben und verfehlter Baupolitik Einhalt zu gebieten.

Elisabeth-Aue e.V.

Pressemitteilung als PDF


1 https://www.rbb-online.de/politik/wahl/berlin/agh/rot-rot-gruen-koalitionsverhandlungen-wohnen-bauen-inneres.html

2 https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/dokumente/prasentation_brutvogelkartierungen.pdf

3 http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/download/beteiligungswerkstatt2_praesentation.pdf

4 http://elisabeth-aue.de/onewebmedia/Wohnungsbaupotentialanalyse%20-%20Stand%2010.10.2014_0.pdf

5 http://www.elisabeth-aue.de/2016/11/06/unsere-elisabeth-aue/

Unsere Elisabeth-Aue

Derzeit laufen die Koalitionsverhandlungen von Rot-Rot-Grün in Berlin, die wir mit unserem Offenen Brief bereits begleitet haben. Mit den folgenden Bildeindrücken von der Elisabeth-Aue dürfen wir die Verhandlungspartner auf einen virtuellen Spaziergang mitnehmen und fragen: Wer will das zerstören?

Die Rechte des Bildmaterials liegen bei Susanne und Mike Hube, besten Dank für die freundliche Genehmigung.

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Offener Brief an die Fraktionen von Bündnis 90 / die Grünen und der Linken

Offener Brief
an die Fraktionen von Bündnis 90 / die Grünen und der Linken

zu den anstehenden Koalitionsverhandlungen
hier: Stadtentwicklung, Wohnbaupotentiale, Natur- und Landschaftsschutz

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir, die Vereine und Bürgerinitiativen, wenden uns heute an Sie mit der Bitte, die Felder der Elisabeth-Aue zu erhalten.
Die Felder im Norden Berlins – im Bezirk Pankow – sind Teil einer zusammenhängenden Natur- und Kulturlandschaft um das Dorf Blankenfelde.
Sie sind umgeben von:

• dem „Landschaftsschutzgebiet Blankenfelde“,
• dem europäischen Natura 2000-Schutzgebiet „Tegeler Fließtal“
• und dem „Naturpark Barnim“

Die umliegenden Flächen sind lt. Gutachten der Unteren Naturschutzbehörde die artenreichsten Vogelhabitate Europas. Diese möchten wir erhalten und beschützen. Die großen zusammenhängenden Landschaftsräume am Stadtrand wie die Felder der Elisabeth-Aue sollten wegen ihrer großen Bedeutung für das Stadtklima, die Erholung und den Natur- und Landschaftsschutz erhalten bleiben.

Wir bitten Sie, sowohl dem Beschluss der BVV Pankow durch die Fraktionen Bündnis 90/ die Grünen sowie Die Linke Rechnung zu tragen, die Felder der Elisabeth-Aue nicht zu bebauen, als auch dem im Wahlkampf gegebenen Versprechen, sich gegen die Bebauung der Felder einzusetzen.

Ihre Fraktionen und die BVV Pankow haben alternativ dazu ausreichend Standorte für Wohnbaupotentiale auch im Bezirk Pankow aufgezeigt, die vorrangig realisiert werden sollten um den Bedarf an Wohnungen zu decken. Auf eine neue Trabantenstadt auf der grünen Wiese kann deshalb verzichtet werden.

Bitte nehmen Sie die Felder der Elisabeth-Aue in die Koalitionsverhandlungen als zukünftige Landschaftsschutzfläche auf, um langfristig diese Stadt liebenswert zu halten.

Verein                                Bürgerverein                     Bürgerinitiative
Elisabeth-Aue e.V.      Dorf Blankenfelde          Elisabeth-Aue

 

offener-brief

Unterstützt uns!

Wie die zweite Beteiligungswerkstatt zum ISEK zeigt, ist der Widerstand gegen die Bebauung notwendig. Daher bitten wir Euch heute um Eure Unterstützung!

Unterstützt uns in unserer Arbeit, damit wir

  • informieren und kritisieren können. Macht mit, meldet Euch!
  • Gutachten in Auftrag geben können, um unsere Kritik an der Verkehrsbelastung, an der Schadstoffbelastung und der Naturzerstörung auch geltend machen zu können. Dazu benötigen wir in erster Linie Spendengelder: Auf unserer Spendenseite gibt es verschiedene Möglichkeiten, uns zu unterstützen, wir danken Euch für JEDEN Euro.

Eine Bebauung kann auf jeden Fall beeinflußt bis verhindert werden. Die Elisabeth-Aue kann nicht bebaut werden, solange es keinen Beschluss eines Bebauungsplans des Abgeordnetenhauses gibt!

Stellungnahme zum ISEK – Zweite Beteiligungswerkstatt vom 08.10.2016 / Bericht des RBB

Am 08.10.2016 fand das 2. ISEK zur Elisabeth-Aue statt. Hier wurden neue Ergebnisse aus Natur-  und Verkehrsgutachten vorgestellt. Zu Beginn wurden die Ergebnisse des ersten ISEK vorgetragen, die man verkürzt nach Themenfeldern wie folgt wiedergeben kann:

  • Soziale und kulturelle Infrastruktur – Mangelhaft
  • Verkehr – Sanierungsbedürftig
  • Natur- und Landschaftsschutz – Gefährdet

Trotz der geäußerten Bedenken der Bürger hält der Senat an seinem Vorhaben fest, eine Satellitenstadt auf der Elisabeth-Aue zu errichten. Gleichzeitig wurde aber auch herausgestellt, dass die Elisabeth-Aue solange nicht bebaut werden kann, solange das Abgeordnetenhaus nicht über einen Bebauungsplan abgestimmt hat.

Unsere Kritik im Detail:

  • Naturschutz: In den durchgeführten Kartierungen wurde festgestellt, dass sich um die Felder herum eine hohe Artenvielfalt an Vögeln und Käfern befindet. Sogar auf dem Feld selbst befinden sich gefährdete Vogelarten. Es liegt auf der Hand, dass wenn die Elisabeth-Aue bebaut wird, dies zu einem drastischen Einschnitt in die Populationen der Tiere führt. Wir würden uns einem der „artenreichsten Vogelhabitate Europas“ berauben.
  • Verkehr: Das Verkehrsgutachten des Ingenieurbüros für Verkehrsplanungen und –systeme Dresden wies leider massive Mängel bei seinen Ausgangsdaten auf. Das Ingenieurbüro ging von 39.500 mehr Wegen pro Tag aus,  die die jetzige Verkehrsinfrastruktur bewältigen müsste. Dabei legten die Ingenieure zugrunde, dass 46% der Wege nicht motorisiert, 28 % per KFZ und 26 % per ÖPNV bewältigt werden. Dies lässt jedoch einige wichtige Sachverhalte außer Acht: Die Werte sind ein Schnitt aus Gesamt-Pankow und aus einer Zeit, in der man von einer sinkenden Einwohnerzahl Berlins ausging. Die Werte sind also irreführend. In Französisch Buchholz zeichnet sich ein anderes Bild und damit ein zukünftiges, durchaus dramatisch zu nennendes Verkehrsproblem: Viele Haushalte verfügen über zwei Fahrzeuge und der ÖPVN ist unattraktiv für Querverbindungen innerhalb der Stadt und stößt schon jetzt in der Rush Hour an seine Grenzen. Auch die Radverbindung zum S-Bahnhof Blankenburg wurde völlig außer Acht gelassen, wie auch Herr Kirchner bemängelte.
    Des Weiteren will der Senat, laut der neuen Karte des ISEK, den Schillingweg zu einer übergeordneten Hauptverkehrsstraße ausbauen um die Elisabeth-Aue mit der Schönerlinderstraße und der BAB 114 zu verbinden.
  • Schadstoffbelastung: Die Schadstoffbelastung der Elisabeth-Aue wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Als Basis wurden alte Gutachten oder unzureichende Gutachten herangezogen, die keinerlei Rückschluß auf die tatsächliche Belastung sowohl während der Bauphase als auch danach zulassen.

Fazit: Die Biotopkartierungen machen deutlich,  wie dieses Bauvorhaben unsere Natur zerstören wird. Das Verkehrsgutachten ist nicht aussagekräftig und beruht auf veralteten Daten, obwohl schon neue  Daten vorhanden sind. Die Schadstoffbelastung bleibt ungeklärt. Und jegliche Bedenken der Bürger werden weggewischt.

Der RBB hat in seinem Bericht unsere Bedenken angeschnitten, die tendentiöse und verharmlosende Moderation  aber nimmt Kritik nicht ernst und scheint eine ernsthafte Debatte mit den Bürgern über die Zukunft ihrer Lebensqualität in Französisch Buchholz verhindern zu wollen. Wir weisen diese Art der Berichterstattung entschieden zurück.

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