Elisabeth-Aue e.V.

Rettet die Felder der Elisabeth-Aue

Autor: elisabeth-aue (Seite 1 von 3)

ACHTUNG: Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlage zur Elisabeth-Aue am 20.02.2018

Die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünlagen

am Dienstag, 20.02.2018
um 19:30 Uhr
im Haus 6, Raum 227, Bezirksamt Pankow von Berlin, 10405 Berlin, Fröbelstraße 17

behandelt die Drucksachen:

  • 3.1 Landschaftsschutz für die Felder der Elisabeth-Aue Drucksache: VIII-0212
  • 3.2 Landschaftsschutz für die Felder der Elisabeth-Aue Drucksache: VIII-0229
  • 3.3 Unterschutzstellung der Elisabethaue ermöglichen Drucksache: VIII-0299
  • 3.4 Entwicklung der Elisabethaue Drucksache: VIII-0320

Bitte erscheint zahlreich und beeindruckt den Ausschuss mit Eurer Anwesenheit!

Die komplette Einladung im Wortlaut findet Ihr hier.

Offener Brief an die Fraktionen der Partei DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen

Sehr geehrte Damen und Herren der Fraktionen,

  • DIE LINKE
  • Bündnis 90/DIE GRÜNEN

der Bezirksverordnetenversammlung zu Pankow:

Wir als Verein Elisabeth-Aue e.V. haben uns zum Ziel gesetzt, die Flächen der Elisabeth-Aue zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Interesse aller Bürger größtmöglich zu erhalten. Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen des rot-rot-grünen Senats im November 2016 haben wir erleichtert zur Kenntnis genommen, das auf Senatsebene die Bebauung der Elisabeth-Aue in den nächsten 5 Jahren ruhen wird.  Diese Zeit wollen wir nutzen, Alternativen einer Bebauung aufzuzeigen.

Um so erstaunter sind wir, dass sowohl die Fraktion DIE LINKE als auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Anträge in der BVV

nicht mitgetragen haben. Die namentliche Abstimmung dazu finden Sie hier.

Sowohl Bausenatorin Lompscher hat in der Berliner Morgenpost zuletzt im Oktober 2017 das Festhalten einer Nichtbebauung bekräftigt. Ebenso gibt es keinerlei Hinweise seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, dass von diesem Ziel abgewichen würde.

Daher sind wir gleichsam irritiert und verwundert, warum Sie, die Parteien, auf Bezirksebene diesem Ziel entgegenstehen.

Über eine Antwort Ihrerseits freuen wir uns und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth-Aue e.V.

 

Gutachten zur Elisabeth-Aue veröffentlicht

Wir als Verein haben eine Anfrage über FragDenStaat nach geltendem Informationsrecht gestellt und eine Antwort bekommen: Die Gutachten des Senats, die im Rahmen des ISEKs erstellt wurden, sind veröffentlicht worden!

Hier der Link:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/de/download.shtml

 

Die Pappeln an der Aue – ein schützenswerter Bereich

Entlang der Pappeln auf Höhe der Buswendeschleife Blankenfelder Str. 115 endet die Elisabeth-Aue und beginnt der Karlsgarten.  Dort hat sich seit Jahren ein schmaler Feldweg  herausgebildet, der für einige private Anleger als Zufahrt genutzt wird, da sie von der Blankenfelder Str. keine Möglichkeit haben, um mit ihrem PKW auf ihr Grundstück zu gelangen. Dieser Weg, der von der Rosenthaler Str. beginnt und sogar mit einem Straßenschild benannt ist, jedoch offiziell  nicht bestätigt ist, hat den schönen Namen: Blaubeerweg.

Mit Sicherheit ist dieser Weg am Zipfel des Karlsgartens  lt. Katasteramt kein Straßenland. Es ist Ackerland, auch Grünfläche genannt. Früher nutzten ein Teil des  Feldweges auch die Feldarbeiter, um mit ihren Mähdreschern und Traktoren auf das Feld zu gelangen. Dieser Zufahrtsweg zwischen den Pappeln  ist nun versperrt, da auf diesem Teilgrundstück Unterkünfte für Geflüchtete Platz gefunden haben, die eine Durchfahrt haben überflüssig werden lassen. Schön für die Pappeln und für das kleine Biotop rund herum.

Die Anwohner haben diesen Teil um die Pappeln herum gepflegt, Büsche beschnitten, alte Baumstämme ausgelegt und ewigen Müll aufgesammelt, damit nicht nur Spaziergänger Freude daran haben, sondern auch die kriechende und fliegende Tierwelt. Gerade jetzt im Frühjahr ist es so wichtig ihnen Raum zu geben und zu lassen und der Fauna das Wachsen zu ermöglichen.

Umso schlimmer war es, dass seit einiger Zeit vierrädrige Ungeheuer sich ausgebreitet haben. Sie stellten sich zwischen und entlang  der Pappeln, zermalmten den Boden und nahmen den Pappeln die Luft zum Atmen. Das kleine Grün wurde niedergewalzt und kein Vogel hatte Lust dort heimisch zu werden. Die Polizei ist nicht zuständig, da es kein Straßenland ist, sondern dem Land Berlin gehört. Einen Zuständigen für eine kleine zu rettende Oase zu finden, ist wohl ebenso schwer wie die berühmte Nadel im Heuhaufen zu erspähen. Daher hat ein Mitglied der Elisabeth-Aue Hand angelegt und kurzum den schützenswerten Bereich mit schmalen Holzpflöcken und Signalband abgesperrt. Und siehe da, es wurde von den Monstern akzeptiert, aber auch nur bis zum Ende der Absperrung, welch ein Witz,  siehe Bilder.

Ideenwettbewerb – Grün statt grau!

Das Ziel des Vereins ist die Erstellung eines ganzheitlichen Nutzungskonzeptes zum Erhalt der Flächen der Elisabeth-Aue.  Nachdem im November 2016 im Rahmen der Koalitionsverhandlungen beschlossen wurde, die Bebauung der Elisabeth-Aue innerhalb der Legislaturperiode nicht weiterzuverfolgen, arbeitet der Verein nun am Gegenenwurf zu einer Bebauung:  Grün statt grau!

  • Pankow hat in den letzten 4 Jahren einen Bevölkerungszuwachs von 40.000 Menschen erfahren
  • Der botanische Volkspark ist direkt gegenüber
  • Die Kaltluftschneise muss erhalten bleiben

Die Fläche ist daher prädestiniert als Naherholungsgebiet mit landwirtschaftlicher Nutzung.

Dazu rufen wir einen Ideenwettbewerb aus – Grün statt grau – Ihr seid gefragt!

Die Aufgabenstellung: Wie könnte eine gemeinnützige Verwendung bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung aussehen?

Dazu haben  wir eine Malvorlage erstellt, in der Ihr Eure Ideen einzeichnen könnt. Alle Ideen werden berücksichtigt (außer als Gartenstädte getarnte Betonburgen) und von uns bewertet. Die schönsten Ideen werden auf der Internetseite veröffentlicht und fließen in das Nutzungskonzept mit ein.

Sendet Eure Ideen an info@elisabeth-aue.de oder per Post an Elisabeth-Aue e.V., Hautptstr. 56, 13159 Berlin.

Anregungen:

  • Landwirtschaftliche Fläche
    • Ackerbau
    • Viehzucht, z.B. Schafherden
    • Streuobstwiesen
  • Naherholung
    • Spazierwege
    • Grillplatz
    • Spielplatz
  • Urbaner Gartenbau

Pressemitteilung zum Abschluß der Rot-Rot-Grünen Koalitionsverhandlungen

Wir, der Elisabeth-Aue e.V., nehmen den Abschluss der Koalitionsverhandlungen des Senats zu Berlin zum Anlass, uns bei den Parteien „Bündnis 90/ Die Grünen“ und „Die LINKE“ für die Einhaltung der Wahlversprechen, für deren Unterstützung und den Einsatz für die Elisabeth-Aue zu bedanken. Wir freuen uns sehr, dass die Pläne zur Bebauung der Felder um die Elisabeth-Aue in dieser Legislaturperiode nicht weiterverfolgt werden. Wir möchten uns an dieser Stelle aber auch für die Haltung der CDU bedanken, insbesondere der Pankower CDU, die einer massiven Bebauung eine klare Absage erteilt hatte.

Wir sind überaus glücklich, dass wir unserem  Ziel ein Stück näher gekommen sind: Gemäß unserer Satzung können wir uns jetzt einem dauerhaften Schutz der Flächen der Elisabeth-Aue widmen.  Wir werden ein Nutzungskonzept für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt erarbeiten. Natürlich werden wir so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich in diesen Prozess mit einbinden, um das nötige Wissen und die Sachkenntnis aller Beteiligten einfließen zu lassen. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der Elisabeth-Aue als Naherholungsgebiet und Naturhabitat aller Lebewesen.

Pressemitteilung als PDF

Koalitionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats: Bauvorhaben Elisabeth-Aue wird für die nächsten 5 Jahre nicht weiterverfolgt

Auf der laufenden Pressekonferenz zum Abschluß der Koaltionsverhandlungen des Rot-Rot-Grünen Senats bestätigt sowohl Antje Kapek als auch Klaus Lederer, dass das Bauvorhaben Elisabeth-Aue während der Legislaturperiode (5 Jahre) nicht weiterverfolgt wird.

Stararchitekt Daniel Libeskind im Interview bei SPIEGEL ONLINE: „Baut höher, dann bleibt die Stadt bezahlbar“

Zitat aus SPIEGEL ONLINE vom 12.11.2016:

SPIEGEL ONLINE: Zurück zu Berlin: Was können Behörden und Gesetzgeber tun, damit die Stadt bezahlbar bleibt?

Libeskind: Höher bauen, zum Beispiel. Berlin war es gewohnt, sich einfach immer weiter auszubreiten, aber diese Stadt kann nicht einfach immer weiter wachsen und mehr und mehr von Brandenburg verschlingen. Gebraucht wird eine verdichtete Stadt. Eine verdichtete Stadt ist eine nachhaltige Stadt. Die Menschen können zur Arbeit laufen, der öffentliche Nahverkehr ist schnell. Berlin soll natürlich nicht New York werden. Aber es sollte definitiv höher gebaut werden als die bisher üblichen 22 Meter in der Innenstadt.

RBB entdeckt Wohnungsbaupotential vor der eigenen Haustür

Wir haben stets auf die Wohnungsbaupotenziale im innerstädtischen Bereich hingewiesen. Nun wurde auch der RBB in der Ausgabe der Abendschau vom 11.11.2016 (ab 14:25) bei der Suche nach dem Potenzial für den innerstädtischen Wohnungsbau bereits nach 800m vor der eigenen Haustür fündig. Das Areal gehört der Bahn, die es verkaufen will und bietet Platz für rund 900 Wohnungen inkl. Grünanlage.

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Pressemitteilung: Stellungnahme zu den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen

Am gestrigen Tage fanden erneut Koalitionsverhandlungen der zukünftigen Partner SPD, Die Linke und Bündnis 90/ die Grünen statt. Zwar wurde zwischen den Verhandlungspartnern das Ziel von 55.000 neuen Wohnungen bis 2021 festgelegt, jedoch keine Einigung erzielt, welche Wohnungsneubaustandorte weiterverfolgt werden.Hierzu gehört auch die geplante Bebauung der Elisabeth-Aue.

Die Verhandlungen wurden auf die nächste Woche vertagt, was wir zum Anlass nehmen, noch einmal zu verdeutlichen, was eine Bebauung bedeuten würde: Die Vernichtung von Natur sowie eines der artenreichsten Vogelhabitate Europas2. Dazu haben wir auf unserer Internetseite www.elisabeth-aue.de5 aktuelles Bildmaterial zusammengestellt, um einen Eindruck zu vermitteln, was hier zerstört wird. Selbst auf den Feldern der Elisabeth-Aue befinden sich insgesamt 13 Arten die auf der Roten-Liste stehen.Diese Artenvielfalt auf den Feldern sowie um die Felder der Elisabeth-Aue2 müssen erhalten bleiben für eine lebenswerte und vielfältige, grüne Stadt Berlin.

Wir haben uns seit Beginn nicht dazu hinreißen lassen, uns das „Sankt-Florian-Prinzip“ unterstellen zu lassen und werden dies auch weiterhin nicht tun. Wir erlauben uns lediglich auf die verfehlte Baupolitik hinzuweisen, die zu übermäßiger Versieglung und ineffizienter Nutzung von Flächen innerhalb unser Stadt führt. Gerade Pankow weist ein Unmaß an Platzverschwendung mit Quadratkilometern von Discounter-Parkplätzen und eingeschossiger Bebauung auf. Die Studie Räumliche Potenziale für den Wohnungsbau in Berlin4 zeigt Kapazitäten und Möglichkeiten auf, der wachsenden Stadt gerecht zu werden, ohne Natur und Kulturlandschaft zu vernichten. In Anlehnung an diese Studie wollen wir anregen, sich dieser Potenziale anzunehmen, bevor wir Natur zerstören, was immer Ultima Ratio sein sollte.

Wir appellieren hiermit erneut an die Linke und Bündnis 90 / die Grünen, ihrem Wahlversprechen treu zu bleiben und verfehlter Baupolitik Einhalt zu gebieten.

Elisabeth-Aue e.V.

Pressemitteilung als PDF


1 https://www.rbb-online.de/politik/wahl/berlin/agh/rot-rot-gruen-koalitionsverhandlungen-wohnen-bauen-inneres.html

2 https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/dokumente/prasentation_brutvogelkartierungen.pdf

3 http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/download/beteiligungswerkstatt2_praesentation.pdf

4 http://elisabeth-aue.de/onewebmedia/Wohnungsbaupotentialanalyse%20-%20Stand%2010.10.2014_0.pdf

5 http://www.elisabeth-aue.de/2016/11/06/unsere-elisabeth-aue/

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