Elisabeth-Aue e.V.

Rettet die Felder der Elisabeth-Aue

Autor: elisabeth-aue (Seite 2 von 3)

Stararchitekt Daniel Libeskind im Interview bei SPIEGEL ONLINE: „Baut höher, dann bleibt die Stadt bezahlbar“

Zitat aus SPIEGEL ONLINE vom 12.11.2016:

SPIEGEL ONLINE: Zurück zu Berlin: Was können Behörden und Gesetzgeber tun, damit die Stadt bezahlbar bleibt?

Libeskind: Höher bauen, zum Beispiel. Berlin war es gewohnt, sich einfach immer weiter auszubreiten, aber diese Stadt kann nicht einfach immer weiter wachsen und mehr und mehr von Brandenburg verschlingen. Gebraucht wird eine verdichtete Stadt. Eine verdichtete Stadt ist eine nachhaltige Stadt. Die Menschen können zur Arbeit laufen, der öffentliche Nahverkehr ist schnell. Berlin soll natürlich nicht New York werden. Aber es sollte definitiv höher gebaut werden als die bisher üblichen 22 Meter in der Innenstadt.

RBB entdeckt Wohnungsbaupotential vor der eigenen Haustür

Wir haben stets auf die Wohnungsbaupotenziale im innerstädtischen Bereich hingewiesen. Nun wurde auch der RBB in der Ausgabe der Abendschau vom 11.11.2016 (ab 14:25) bei der Suche nach dem Potenzial für den innerstädtischen Wohnungsbau bereits nach 800m vor der eigenen Haustür fündig. Das Areal gehört der Bahn, die es verkaufen will und bietet Platz für rund 900 Wohnungen inkl. Grünanlage.

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Pressemitteilung: Stellungnahme zu den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen

Am gestrigen Tage fanden erneut Koalitionsverhandlungen der zukünftigen Partner SPD, Die Linke und Bündnis 90/ die Grünen statt. Zwar wurde zwischen den Verhandlungspartnern das Ziel von 55.000 neuen Wohnungen bis 2021 festgelegt, jedoch keine Einigung erzielt, welche Wohnungsneubaustandorte weiterverfolgt werden.Hierzu gehört auch die geplante Bebauung der Elisabeth-Aue.

Die Verhandlungen wurden auf die nächste Woche vertagt, was wir zum Anlass nehmen, noch einmal zu verdeutlichen, was eine Bebauung bedeuten würde: Die Vernichtung von Natur sowie eines der artenreichsten Vogelhabitate Europas2. Dazu haben wir auf unserer Internetseite www.elisabeth-aue.de5 aktuelles Bildmaterial zusammengestellt, um einen Eindruck zu vermitteln, was hier zerstört wird. Selbst auf den Feldern der Elisabeth-Aue befinden sich insgesamt 13 Arten die auf der Roten-Liste stehen.Diese Artenvielfalt auf den Feldern sowie um die Felder der Elisabeth-Aue2 müssen erhalten bleiben für eine lebenswerte und vielfältige, grüne Stadt Berlin.

Wir haben uns seit Beginn nicht dazu hinreißen lassen, uns das „Sankt-Florian-Prinzip“ unterstellen zu lassen und werden dies auch weiterhin nicht tun. Wir erlauben uns lediglich auf die verfehlte Baupolitik hinzuweisen, die zu übermäßiger Versieglung und ineffizienter Nutzung von Flächen innerhalb unser Stadt führt. Gerade Pankow weist ein Unmaß an Platzverschwendung mit Quadratkilometern von Discounter-Parkplätzen und eingeschossiger Bebauung auf. Die Studie Räumliche Potenziale für den Wohnungsbau in Berlin4 zeigt Kapazitäten und Möglichkeiten auf, der wachsenden Stadt gerecht zu werden, ohne Natur und Kulturlandschaft zu vernichten. In Anlehnung an diese Studie wollen wir anregen, sich dieser Potenziale anzunehmen, bevor wir Natur zerstören, was immer Ultima Ratio sein sollte.

Wir appellieren hiermit erneut an die Linke und Bündnis 90 / die Grünen, ihrem Wahlversprechen treu zu bleiben und verfehlter Baupolitik Einhalt zu gebieten.

Elisabeth-Aue e.V.

Pressemitteilung als PDF


1 https://www.rbb-online.de/politik/wahl/berlin/agh/rot-rot-gruen-koalitionsverhandlungen-wohnen-bauen-inneres.html

2 https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/dokumente/prasentation_brutvogelkartierungen.pdf

3 http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/elisabeth-aue/download/beteiligungswerkstatt2_praesentation.pdf

4 http://elisabeth-aue.de/onewebmedia/Wohnungsbaupotentialanalyse%20-%20Stand%2010.10.2014_0.pdf

5 http://www.elisabeth-aue.de/2016/11/06/unsere-elisabeth-aue/

Unterstützt uns!

Wie die zweite Beteiligungswerkstatt zum ISEK zeigt, ist der Widerstand gegen die Bebauung notwendig. Daher bitten wir Euch heute um Eure Unterstützung!

Unterstützt uns in unserer Arbeit, damit wir

  • informieren und kritisieren können. Macht mit, meldet Euch!
  • Gutachten in Auftrag geben können, um unsere Kritik an der Verkehrsbelastung, an der Schadstoffbelastung und der Naturzerstörung auch geltend machen zu können. Dazu benötigen wir in erster Linie Spendengelder: Auf unserer Spendenseite gibt es verschiedene Möglichkeiten, uns zu unterstützen, wir danken Euch für JEDEN Euro.

Eine Bebauung kann auf jeden Fall beeinflußt bis verhindert werden. Die Elisabeth-Aue kann nicht bebaut werden, solange es keinen Beschluss eines Bebauungsplans des Abgeordnetenhauses gibt!

Stellungnahme zum ISEK – Zweite Beteiligungswerkstatt vom 08.10.2016 / Bericht des RBB

Am 08.10.2016 fand das 2. ISEK zur Elisabeth-Aue statt. Hier wurden neue Ergebnisse aus Natur-  und Verkehrsgutachten vorgestellt. Zu Beginn wurden die Ergebnisse des ersten ISEK vorgetragen, die man verkürzt nach Themenfeldern wie folgt wiedergeben kann:

  • Soziale und kulturelle Infrastruktur – Mangelhaft
  • Verkehr – Sanierungsbedürftig
  • Natur- und Landschaftsschutz – Gefährdet

Trotz der geäußerten Bedenken der Bürger hält der Senat an seinem Vorhaben fest, eine Satellitenstadt auf der Elisabeth-Aue zu errichten. Gleichzeitig wurde aber auch herausgestellt, dass die Elisabeth-Aue solange nicht bebaut werden kann, solange das Abgeordnetenhaus nicht über einen Bebauungsplan abgestimmt hat.

Unsere Kritik im Detail:

  • Naturschutz: In den durchgeführten Kartierungen wurde festgestellt, dass sich um die Felder herum eine hohe Artenvielfalt an Vögeln und Käfern befindet. Sogar auf dem Feld selbst befinden sich gefährdete Vogelarten. Es liegt auf der Hand, dass wenn die Elisabeth-Aue bebaut wird, dies zu einem drastischen Einschnitt in die Populationen der Tiere führt. Wir würden uns einem der „artenreichsten Vogelhabitate Europas“ berauben.
  • Verkehr: Das Verkehrsgutachten des Ingenieurbüros für Verkehrsplanungen und –systeme Dresden wies leider massive Mängel bei seinen Ausgangsdaten auf. Das Ingenieurbüro ging von 39.500 mehr Wegen pro Tag aus,  die die jetzige Verkehrsinfrastruktur bewältigen müsste. Dabei legten die Ingenieure zugrunde, dass 46% der Wege nicht motorisiert, 28 % per KFZ und 26 % per ÖPNV bewältigt werden. Dies lässt jedoch einige wichtige Sachverhalte außer Acht: Die Werte sind ein Schnitt aus Gesamt-Pankow und aus einer Zeit, in der man von einer sinkenden Einwohnerzahl Berlins ausging. Die Werte sind also irreführend. In Französisch Buchholz zeichnet sich ein anderes Bild und damit ein zukünftiges, durchaus dramatisch zu nennendes Verkehrsproblem: Viele Haushalte verfügen über zwei Fahrzeuge und der ÖPVN ist unattraktiv für Querverbindungen innerhalb der Stadt und stößt schon jetzt in der Rush Hour an seine Grenzen. Auch die Radverbindung zum S-Bahnhof Blankenburg wurde völlig außer Acht gelassen, wie auch Herr Kirchner bemängelte.
    Des Weiteren will der Senat, laut der neuen Karte des ISEK, den Schillingweg zu einer übergeordneten Hauptverkehrsstraße ausbauen um die Elisabeth-Aue mit der Schönerlinderstraße und der BAB 114 zu verbinden.
  • Schadstoffbelastung: Die Schadstoffbelastung der Elisabeth-Aue wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Als Basis wurden alte Gutachten oder unzureichende Gutachten herangezogen, die keinerlei Rückschluß auf die tatsächliche Belastung sowohl während der Bauphase als auch danach zulassen.

Fazit: Die Biotopkartierungen machen deutlich,  wie dieses Bauvorhaben unsere Natur zerstören wird. Das Verkehrsgutachten ist nicht aussagekräftig und beruht auf veralteten Daten, obwohl schon neue  Daten vorhanden sind. Die Schadstoffbelastung bleibt ungeklärt. Und jegliche Bedenken der Bürger werden weggewischt.

Der RBB hat in seinem Bericht unsere Bedenken angeschnitten, die tendentiöse und verharmlosende Moderation  aber nimmt Kritik nicht ernst und scheint eine ernsthafte Debatte mit den Bürgern über die Zukunft ihrer Lebensqualität in Französisch Buchholz verhindern zu wollen. Wir weisen diese Art der Berichterstattung entschieden zurück.

Die nächsten Termine

ISEK Verfahren – Erste Ergebnisse

Die ersten Ergebnisse des ISEK Verfahren sind online:

Hier der Link zur Seite der SenStadtUm.

Aktuell: Drachenfest / Rettung der Pappeln am Blaubeerweg

Unsere ersten Aktionen laufen und wir dürfen berichten:

Treffpunktgemeinde – Parteien stellen sich vor

Am 13.09.2016 stellten sich die Parteien zur Wahl in der Treffpunktgemeinde und wir informierten vor Ort über die Konsequenzen einer Bebauung.
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Buchholzer Drachenfest

Am 24.09.2016 waren wir auf dem Buchholzer Drachenfest wieder mit einem Stand und der Treckerrundfahrt vertreten und informierten. Vielen Besucher konnten wir verdeutlichen, dass die Bebauung eben noch nicht final entschieden ist und das es gute Chancen gibt, diese im Rahmen des Bauverfahrens zu beeinflußen.
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Rettung der Pappeln

Die Pappeln entlang des Blaubeerweges gehen aufgrund der Baumaßnahmen ein, wenn sie nicht bewässert werden. Die Wurzeln der Pappeln sind durch den Aushub zugeschüttet und können weder atmen noch bekommen sie Regenwasser ab. Die Amtsleiterin Natur und Umwelt Frau Dr. Moorfeld hat der BIM (dem Bauherren) die Auflage erteilt, die Pappeln zu bewässern. Diese Auflage wurde nicht erfüllt.

Der Elisabeth-Aue e.V. hat daraufhin eine Aktion organisiert, bei der am Donnerstag, dem 29.09.2016 zwischen 17 und 19 Uhr die Pappeln bewässert werden, um Sie zu retten.  Wir werden weiterhin die Baumaßnahmen der BIM kritisch verfolgen und betonen nochmals unsere bestehende Forderung nach entsprechenden Untersuchungen.

 

Der Elisabeth-Aue e.V. stellt sich vor

Herzlich willkommen auf den neugestalteten Seiten des Elisabeth-Aue e.V. ! Nach der Spaltung der Bürgerinitiative Elisabeth-Aue haben wir uns zusammengefunden, um als gemeinnütziger Verein mit gesundem Pragmatismus die Erhaltung und damit die Nichtbebauung der Felder der Elisabeth-Aue zu verfolgen.

Wir legen uns dabei nicht auf ein ökologisch landschaftsplanerisches Gutachten als alleiniges Mittel fest, sondern finanzieren mit unseren Spendengeldern alle Mittel und Aktivitäten, die dazu dienen, die Felder der Elisabeth-Aue größtmöglich zu erhalten. Dazu zählen z.B. die Vertretung durch einen Anwalt, die Erstellung von Gutachten aller Art oder aber auch Informationsmaterialien.  Lesen Sie dazu gerne im Detail unsere Satzung und unsere Begründung.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Erklärung zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften auf der Elisabeth-Aue

Wir – der Elisabeth-Aue e.V. – nehmen zu den Flüchtlingsunterkünften auf der Elisabeth-Aue wie folgt Stellung:

Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Verfolgung sollen bei uns Sicherheit finden.
Uns ist bewusst, dass die derzeitige Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen und Auffangeinrichtungen nur als Übergangslösung dienen kann. Wir sind für menschenwürdige Verhältnisse für Geflüchtete und befürworten daher die Errichtung von temporären Unterkünften, welche als Interimslösung für 3 Jahre geplant sind.

Dennoch stehen wir jeglicher Bebauung der Fläche der Elisabeth-Aue, aus von uns definierten Gründen, kritisch gegenüber.

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