Pankow – Die Elisabeth-Aue steht am Scheideweg. Was heute noch eine offene, lebendige Landschaft im Norden Berlins ist, droht nach den Plänen des Senats zu einem hochverdichteten Wohngebiet zu werden. Dagegen stemmt sich der Verein Elisabeth-Aue e.V. – und ruft die Bürgerinnen und Bürger dringend zur Mitarbeit auf.

 

Auf nur 0,73 Quadratkilometern sollen rund 12.000 neue Einwohner angesiedelt werden. Eine Dichte, die selbst das Märkische Viertel übertrifft. Für die Mitglieder des Vereins ist klar: Dieses Projekt bedeutet nicht Fortschritt, sondern Zerstörung. „Hier wird ohne Rücksicht auf Natur, Menschen und bestehende Strukturen geplant“, kritisieren die Aktiven. „Allein schaffen wir das nicht – wir brauchen dringend neue Mitglieder, die mit uns diese immense Arbeit tragen.“

Denn die Elisabeth-Aue ist weit mehr als eine freie Fläche auf dem Stadtplan. Sie ist Lebensraum. Feldlerchen steigen hier noch in den Himmel, Feldhasen finden Deckung, Zauneidechsen Nahrung. Seltene und bedrohte Pflanzenarten wie Feldrittersporn, Prachtnelke, Heilziest oder Ackerwachtelweizen haben hier einen ihrer letzten Rückzugsorte. Mit der Bebauung würden sie verschwinden – für immer.

Doch nicht nur die Natur zahlt den Preis. Auch für die Menschen in Französisch Buchholz und ganz Nord-Pankow hätte das Projekt dramatische Folgen. Schon heute sind Straßen und öffentliche Verkehrsmittel überlastet. Tausende zusätzliche Bewohner ohne ausreichende Infrastruktur würden ein tägliches Verkehrschaos auslösen – ein Albtraum für Anwohner, Familien und Berufspendler.

Der Verein Elisabeth-Aue e.V. will das nicht hinnehmen. Er setzt auf öffentlichen Druck, politische Präsenz und den Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft. Dafür braucht es viele Stimmen – und viele helfende Hände. „Jede Mitgliedschaft zählt“, betont der Verein. „Ob aktiv auf der Straße, organisatorisch im Hintergrund oder als starke Stimme gegenüber der Politik.“

Zusätzlich ruft der Verein zur Unterzeichnung einer Petition gegen das Großbauprojekt auf. Ziel ist es, dem Senat unmissverständlich klarzumachen: Diese Aue darf nicht zermalmt werden.

Informationen zur Mitgliedschaft, zur Petition und zur Arbeit des Vereins finden sich unter www.elisabeth-aue.de

Jetzt ist der Moment, sich einzumischen – bevor es zu spät ist.

Hier klicken, um die Petition zu unterschreiben – oder den QR-Code mit der Handykamera scannen.