Rettet die Felder der Elisabeth-Aue

Autor: elisabeth-aue (Seite 1 von 4)

Elisabeth-Aue e. V. – Neuausrichtung nach Verwerfung des Kompromissangebots durch den Berliner Senat

1. Klarstellung der Ausgangslage

Der Elisabeth-Aue e. V. hat in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, konstruktiv in den politischen Diskurs zur Zukunft der Elisabeth-Aue einzugreifen. Mit dem Vorschlag einer begrenzten Randbebauung entlang des Rosenthaler Weges hat der Verein bewusst einen Schritt auf den Senat zu gemacht, um einen Ausgleich zwischen Wohnungsbauinteressen und dem Schutz eines ökologisch hochsensiblen Landschaftsraums zu ermöglichen.

Dieser Kompromissvorschlag war kein Einknicken, sondern ein verantwortungsvoller Versuch, Planungspolitik an realen ökologischen Grenzen auszurichten.

2. Ablehnende Haltung des Senats

Der Berliner Senat hat diesen Kompromiss nicht nur ignoriert, sondern ihn faktisch vollständig verworfen, indem er unverändert an der Zielvorgabe von 5.000 Wohneinheiten auf der Elisabeth-Aue festhält.

Damit hat der Senat unmissverständlich klargemacht:
• Eine ernsthafte Abwägung zwischen unterschiedlichen Entwicklungsoptionen findet nicht statt.
• Bürgergetragene Kompromissvorschläge werden nur dann berücksichtigt, wenn sie die vorgegebene Maximalbebauung nicht infrage stellen.
• Der Begriff „Dialog“ wird benutzt, ohne dass daraus politische Konsequenzen folgen.

Diese Haltung widerspricht den Grundprinzipien transparenter und verantwortungsvoller Stadtentwicklung.

3. Rücknahme des Kompromissvorschlags

Vor diesem Hintergrund erklärt der Elisabeth-Aue e. V. ausdrücklich, dass er sich vom bisherigen Kompromissvorschlag der Randbebauung entlang des Rosenthaler Weges löst.

Ein Kompromiss, der von einer Seite konsequent ignoriert wird, existiert nicht mehr.
Der Verein wird diesen Vorschlag nicht länger als mögliche Option kommunizieren oder verteidigen, um der Öffentlichkeit gegenüber keine falschen Erwartungen zu erzeugen.

Die Verantwortung für das Scheitern dieses vermittelnden Ansatzes liegt eindeutig beim Senat, der jede Form der Abwägung strikt verweigert.

4. Strategische Neuausrichtung des Vereins

Mit der Aufgabe des Kompromissvorschlags vollzieht der Elisabeth-Aue e. V. eine klare strategische Neuausrichtung.

Der Verein konzentriert sich künftig auf:
• die Wahrnehmung eigener Naturschutzaufgaben,
• die aktive Landschaftspflege und ökologische Aufwertung der Elisabeth-Aue,
• den Erhalt der Fläche als zusammenhängenden Klima-, Natur- und Erholungsraum,
• sowie die fachliche und öffentliche Verteidigung dieser Funktionen gegen weitere Flächeninanspruchnahmen.

Damit kehrt der Verein bewusst zu seinem originären Auftrag zurück und übernimmt Verantwortung dort, wo politische Planung versagt.

5. Öffentliche Botschaft

Mit dieser Neuausrichtung macht der Elisabeth-Aue e. V. deutlich:
• Der Senat ist derzeit nicht bereit zu einem ergebnisoffenen Dialog.
• Kompromissbereitschaft auf Seiten der Zivilgesellschaft wird nicht honoriert, sondern ausgesessen.
• Naturschutzinteressen werden systematisch dem Ziel einer maximalen Flächenausnutzung untergeordnet.

Der Verein wird diesen Zustand nicht länger durch symbolische Kompromissangebote überdecken.

6. Ausblick

Der Elisabeth-Aue e. V. bleibt ein handlungsfähiger, engagierter Akteur. Dialog bleibt möglich – aber nur auf Grundlage echter Abwägung, fachlicher Argumente und der Anerkennung ökologischer Grenzen.

Bis dahin richtet der Verein sein Handeln konsequent auf den Schutz, die Pflege und die Weiterentwicklung der Elisabeth-Aue als Natur- und Landschaftsraum aus.

Die Elisabeth-Aue darf nicht zermalmt werden – Bürger suchen dringend Mitstreiter

Pankow – Die Elisabeth-Aue steht am Scheideweg. Was heute noch eine offene, lebendige Landschaft im Norden Berlins ist, droht nach den Plänen des Senats zu einem hochverdichteten Wohngebiet zu werden. Dagegen stemmt sich der Verein Elisabeth-Aue e.V. – und ruft die Bürgerinnen und Bürger dringend zur Mitarbeit auf.

 

Auf nur 0,73 Quadratkilometern sollen rund 12.000 neue Einwohner angesiedelt werden. Eine Dichte, die selbst das Märkische Viertel übertrifft. Für die Mitglieder des Vereins ist klar: Dieses Projekt bedeutet nicht Fortschritt, sondern Zerstörung. „Hier wird ohne Rücksicht auf Natur, Menschen und bestehende Strukturen geplant“, kritisieren die Aktiven. „Allein schaffen wir das nicht – wir brauchen dringend neue Mitglieder, die mit uns diese immense Arbeit tragen.“

Denn die Elisabeth-Aue ist weit mehr als eine freie Fläche auf dem Stadtplan. Sie ist Lebensraum. Feldlerchen steigen hier noch in den Himmel, Feldhasen finden Deckung, Zauneidechsen Nahrung. Seltene und bedrohte Pflanzenarten wie Feldrittersporn, Prachtnelke, Heilziest oder Ackerwachtelweizen haben hier einen ihrer letzten Rückzugsorte. Mit der Bebauung würden sie verschwinden – für immer.

Doch nicht nur die Natur zahlt den Preis. Auch für die Menschen in Französisch Buchholz und ganz Nord-Pankow hätte das Projekt dramatische Folgen. Schon heute sind Straßen und öffentliche Verkehrsmittel überlastet. Tausende zusätzliche Bewohner ohne ausreichende Infrastruktur würden ein tägliches Verkehrschaos auslösen – ein Albtraum für Anwohner, Familien und Berufspendler.

Der Verein Elisabeth-Aue e.V. will das nicht hinnehmen. Er setzt auf öffentlichen Druck, politische Präsenz und den Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft. Dafür braucht es viele Stimmen – und viele helfende Hände. „Jede Mitgliedschaft zählt“, betont der Verein. „Ob aktiv auf der Straße, organisatorisch im Hintergrund oder als starke Stimme gegenüber der Politik.“

Zusätzlich ruft der Verein zur Unterzeichnung einer Petition gegen das Großbauprojekt auf. Ziel ist es, dem Senat unmissverständlich klarzumachen: Diese Aue darf nicht zermalmt werden.

Informationen zur Mitgliedschaft, zur Petition und zur Arbeit des Vereins finden sich unter www.elisabeth-aue.de

Jetzt ist der Moment, sich einzumischen – bevor es zu spät ist.

Hier klicken, um die Petition zu unterschreiben – oder den QR-Code mit der Handykamera scannen.

Eine Bebauung der Elisabethaue widerspricht den Zielen des ÖVAP und des StEP

Die Elisabethaue ist eine rund 73 Hektar große, bislang unbebaute landwirtschaftliche Fläche im Norden Berlins (zwischen Pankow, Blankenfelde und Französisch Buchholz). Sie wurde immer wieder als potenzielles Baugebiet diskutiert – insbesondere für Wohnungsbau. Wir als Verein der elisabeth-aue.de setzen uns für den Erhalt landwirtschaftlicher Fläche als Grünfläche ein und befürworten eine Randbebauung entlang des Rosentaler Weges.

Der Senat schlägt vor, hier ein Wohngebiet mit 5000 Wohneinheiten entstehen zu lassen. Für ein solches Projekt formuliert der Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP) – ein Teil des ÖVAP – klare Kriterien für nachhaltige Stadtentwicklung und verantwortungsvolle Verkehrsplanung.

Eine Bebauung der Elisabethaue stünde im Widerspruch zu mehreren dieser Kriterien:

  1. Unzureichende Verkehrsanbindung (insbesondere ÖPNV)
  • Der ÖVAP fordert, dass neue Wohngebiete vorrangig dort entwickelt werden, wo bereits eine gute ÖPNV-Anbindung besteht.
  • Die Elisabethaue ist derzeit nicht erschlossen durch S-Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn.
  • Nur Busverbindungen bestehen – das reicht nicht für ein großes Neubaugebiet.
  • Ohne leistungsfähigen ÖPNV würde der Autoverkehr drastisch zunehmen, was gegen alle Verkehrs- und Umweltziele Berlins verstößt.

 

  1. Zersiedlung widerspricht dem ÖVAP-Ziel der Nachverdichtung
  • Der Plan setzt klar auf Innenentwicklung (Verdichtung bestehender Flächen), nicht auf die Erschließung neuer Randgebiete.
  • Eine Bebauung der Elisabethaue wäre Flächenverbrauch statt Flächenschonung, also gegen die Strategie „Berlin kompakt“.

 

  1. Verkehrliche Mehrbelastung ohne Infrastruktur
  • Eine Erschließung würde neue Straßen und Verkehrsanlagen erfordern – die Kosten dafür sind hoch, der Nutzen fraglich.
  • Ohne vorherige Infrastrukturplanung wäre eine Bebauung verkehrlich unverantwortlich.

 

  1. Klimaziele und Umweltschutz im ÖVAP
  • Der Plan priorisiert klimaschonende Mobilität und Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV).
  • Eine Bebauung der Elisabethaue fördert den Autoverkehr, da es keine attraktiven Alternativen gibt → Verstoß gegen CO₂-Ziele.

 

Fazit

Der ÖVAP / StEP Verkehr spricht gegen die Bebauung der Elisabethaue, da dieses Gebiet nicht nachhaltig erschlossen ist und die Verkehrs- und Umweltziele Berlins untergraben werden würden.

Solange die Elisabethaue nicht verkehrlich integriert ist, widerspricht ihre Bebauung dem geltenden Verkehrsentwicklungsplan.

Aus diesem Grund darf eine Bebauung, wie sie der Senat der Stadtentwicklung vorschlägt, nicht umgesetzt werden.

 

Matthias Koppehl

Elisabethaue e.V.

 

Auftaktveranstaltung 26.05.2025 17:30

Am 26.05.2025 findet um 17:30 die Auftaktveranstaltung für das neue Stadtquartier statt.

Die durch den Senat angepeilte Bebauung der Elisabeth-Aue geht uns alle an!

Ab 2026 sollen 5.000 Wohneinheiten auf der Aue gebaut werden.  Zur „Verkehrserleichterung“ sollen M1 und M50 zusammengefügt werden. Damit wendet sich der Senat von der im Bürgerdialog mit dem Bezirk gefundenen Lösung einer Randbebauung der Elisabeth-Aue ab! Ihr könnt dies auf unserer Website nachlesen.

Die Durchsetzung der Bebauung würde bedeuten:

– Ca. 12.000 neue Einwohner in Französisch Buchholz auf einer Fläche von

0.73 km²; ganz Fr. Buchholz hat bislang ca. 20.000 Einwohner

– maßloser Verkehrsstress, pure Überlastung der Verkehrsstruktur

– Vereinsamung in einer Ghettosiedlung, da es keine belastbare Infrastruktur zur Integration einer solchen Menge von Menschen in Französisch Buchholz gibt- soziales Konfliktpotential das sich daraus ergibt!

Am 26.05.2025 findet um 17.30 Uhr eine ‚Auftaktveranstaltung für das neue Stadtquartier‘ in der Schule 1 (Berliner Straße in Pankow) statt.

Eine Veranstaltung, die als Bürgerbeteiligung gewertet werden wird, von der man anschließend sagen könnte: „Da waren 100 Leute, Berlin hat Millionen Einwohner, der Unmut dieser wenigen Bürger ist irrelevant.“

Wehrt Euch – kommt zur Veranstaltung am 26. 05. 2025

Meldet Euch über den Link auf der Website an:
https://eveeno.com/elisabethaue

Wenn Ihr nicht könnt, schreibt Eure Sorgen und Beschwerden zur Bebauungsidee an:

Schreibt per Email an wohnungsbauleitstelle@senstadt.berlin.de

oder per Brief

Den Senator für Stadtentwicklung
Herrn Gaebler
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

Je mehr der Senator von Bürgern Gegenwehr erhält, desto realistischer die Umsetzung des Kompromissvorschlages einer Randbebauung!

Text als Flyer: 20250511 Flyer Auftaktveranstaltung

Stellungnahme zur aktuellen Totalbebauung

Sehr geehrter Herr Gaebler!

Mit Entsetzen musste wir feststellen, dass Sie nun eine Total-Bebauung der Elisabeth-Aue anstreben und sich damit über die Empfehlung des Bezirkes hinwegsetzen.

Das Verkehrskonzept, sowie die Infrastruktur lässt dieses nicht zu!
Mit der Schäferstege und der Elisabeth-Aue erwartet uns ein Zuzug von mindestens 15.000 Menschen.

Die Verkehrssituation lässt diese nicht zu.
Es reicht auch nicht, dass die M50 und die M1 an die Elisabeth-Aue angeschlossen werden. Die Strassenverhältnisse bieten keine Kapazität für den Pendler, der in der Stadt arbeitet.

Wir verstehen, dass Wohnraum gebraucht wird. Aber berücksichtigen Sie bitte auch die Bürger, die dort ansässig sind. Es sollte alles mit Augenmaß betrachtet werden und dann mit den Bürgern entschieden werden.

Bitte nehmen Sie die Anwohner und Bürger ernst. Es reicht nicht aus, still und leise eine „ Bürgerbeteiligung „ in Auftrag zu geben, ohne wirklich darüber zu informieren!!!

Unsere Vorstellung von Demokratie ist es, die Bürger und Wähler ernst zu nehmen und nicht über deren Köpfe hinweg zu entscheiden!

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen Elisabeth-Aue e.V

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